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Ermittlungen von EU-Behörden Irreführende Werbung mit angeblich grünen Finanzprodukten weit verbreitet

01.06.2023, 15:33 Uhr
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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/dpa/dpa-tmn)

Irreführende Werbung mit angeblich grünen Finanzprodukten ist in der Europäischen Union nach Untersuchungen dreier Aufsichtsbehörden weit verbreitet. Die EU-Bankenbehörde EBA, die EU-Versicherungsaufsicht EIOPA sowie die EU-Finanzmarktaufsicht ESMA legten am Donnerstag jeweils Berichte dazu vor, inwieweit Banken, Versicherer und Investmentfonds Investoren mit irreführenden Behauptungen zu angeblich klimafreundlichen oder nachhaltigen Produkten hinters Licht führen. Die EU-Kommission, die dem Öko-Schwindel bei der Etikettierung von Finanzprodukten, dem sogenannten "Greenwashing", einen Riegel vorschieben will, hatte die Untersuchungen in Auftrag gegeben.

"Die Bewertung bestätigte, dass sich irreführende Behauptungen auf alle wesentlichen Aspekte des Nachhaltigkeitsprofils eines Produkts oder einer Sache beziehen können", schreibt die Finanzmarktaufsicht ESMA in ihrem Bericht. Rosinenpickerei, Unterlassungen, Mehrdeutigkeiten, leere Behauptungen einschließlich Übertreibungen sowie eine irreführende Verwendung der ESG-Terminologie seien am meisten verbreitet. In dem Bericht der Bankenaufsicht EBA hieß es, die Analyse des "Greenwashing" in der EU seit 2012 habe ergeben, dass die Gesamtzahl der potenziellen Fälle eines grünen Etikettenschwindels über alle Sektoren hinweg, einschließlich Banken, zugenommen habe. Finanzinstitute könnten auf vielfältige Weise Greenwashing betreiben. Meist geschehe das auf Unternehmensebene, während Greenwashing auf der Produktebene, außer im Fall von Anlageprodukten, eher begrenzt zu sein scheine.

Quelle: ntv.de, rts

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