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Kämpfe im LibanonIsrael weitet Militäreinsatz gegen Hisbollah über "gelbe Linie" hinaus aus

27.05.2026, 15:24 Uhr
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(Foto: Ali Hashisho/XinHua/dpa)

Israel hat seinen Militäreinsatz gegen die pro-iranische Hisbollah im Süden und Osten des Libanon über die sogenannte gelbe Linie hinaus ausgeweitet.

Ziel sei es, Hisbollah-Kämpfer weiter nach Norden zurückzudrängen, erklärte die israelische Armee am Dienstagabend. Die Hisbollah meldet dann am Mittwoch Zusammenstöße mit israelischen Soldaten nördlich der "gelben Linie" nahe der Stadt Nabatije. Zudem wurden bei israelischen Luftangriffen laut dem libanesischen Gesundheitsministerium 31 Menschen getötet.

Die von Israel ausgewiesene "gelbe Linie" befindet sich etwa zehn Kilometer tief auf libanesischem Gebiet. Innerhalb dieser Begrenzung hat die israelische Armee nach eigenen Angaben eine Pufferzone eingerichtet und Truppen stationiert, um die Bedrohung für israelische Orte nach der jüngsten Zunahme des Hisbollah-Beschusses zu verringern.

Die israelische Armee kündigte am Mittwoch an, "mit aller Härte" gegen die Hisbollah vorzugehen, der sie vorwirft, die zwischen Israel und dem Libanon geltende Waffenruhe zu verletzen. Bereits am Vortag hatte die Armee die Bewohner von Nabatije aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

"Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Mitgliedern, ihren Einrichtungen oder ihrem militärischen Gerät aufhält, setzt sein Leben aufs Spiel", warnten die israelischen Streitkräfte. Am Mittwoch erneuerten sie ihren Evakuierungsaufruf für die Stadt Nabatije. Zudem forderten sie auch die Einwohner der Stadt Tyrus und umliegender Gebiete zur Evakuierung auf.

Bislang hatte die israelische Armee zumeist Evakuierungsaufforderungen für Gebiete südlich des Litani-Flusses im Libanon herausgegeben. Nabatije liegt nördlich des Litani-Flusses.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte am Dienstagabend in einer Videoansprache gesagt, die Armee werde verstärkt gegen die Hisbollah im Libanon vorgehen. Die israelische Armee sei "mit erheblichen Kräften vor Ort im Einsatz und sichert strategisch wichtige Positionen". Die von der Armee eingerichtete Pufferzone solle "verstärkt" werden, "um die Gemeinden im Norden Israels zu schützen".

Zeitgleich zu Netanjahus Ankündigung bestätigte die israelische Armee, dass sie ihren Bodeneinsatz in Teilen von Libanons Süden in den vergangenen Tagen über die ausgewiesene "Sicherheitszone" und ihre bisherigen Stellungslinien hinaus ausgeweitet habe.

Quelle: ntv.de, AFP

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