Nach einer Bombendrohung Jüdische Schule in Rom evakuiert

Eine jüdische Schule in Rom ist nach einer Bombendrohung evakuiert worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Schule im Zentrum der italienischen Hauptstadt am Mittwochmorgen geräumt. Die Zeitung "La Repubblica" berichtete unter Berufung auf die jüdische Gemeinde, nach einem anonymen Anruf seien alle Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einen "sicheren Ort" gebracht worden. Sie seien alle "in Sicherheit", es bestehe "kein Grund zur Sorge".
Das Schulgebäude wurde demnach von Sprengstoffexperten mit Spürhunden durchsucht. Die Polizei sperrte die Schule im jüdischen Viertel umgehend ab, wie ein AFP-Journalist vor Ort berichtete. In dem Schulkomplex in der Nähe der Großen Synagoge Roms sind eine Grundschule, eine Mittelschule und ein Gymnasium untergebracht.
Seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Palästinenserorganisation Hamas hat es in vielen Ländern antisemitische Übergriffe und teils gewalttätige Proteste gegen Israel gegeben. In Frankreich gab es seither einen islamistischen Angriff auf einen Lehrer, in Brüssel wurden zwei schwedische Fußballfans getötet.