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Viele russische MigrantenKasachstan verschärft Einreiseregeln - Kriegsdienstverweigerern droht Ausweisung

17.01.2023, 16:44 Uhr
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Russen warten in einem Behördenzentrum in Almaty, um eine persönliche Identifikationsnummer für Kasachstan zu erhalten. (Archivbild September 2022) (Foto: Vladimir Tretyakov/NUR.KZ/dpa)

Die Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien hat vor dem Hintergrund der vielen Flüchtlinge aus Russland die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen verschärft.

So dürfen sich Ausländer aus der von Russland geführten Eurasischen Wirtschaftsunion künftig ohne Visum nur noch maximal 90 Tage pro Halbjahr in Kasachstan aufhalten, meldete die staatliche kasachische Nachrichtenagentur Kazinform am Dienstag unter Berufung auf das Gesetz, das am 27. Januar in Kraft tritt. Bisher konnten Russen etwa nach 90 Tagen kurz die Grenze überqueren und wieder einreisen, um länger zu bleiben.

Nachdem die Europäische Union wegen Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine ihre Grenzen für Russen weitgehend geschlossen hat, entwickelte sich Kasachstan zu einem der wichtigsten Zielländer für russische Oppositionelle und Kriegsdienstverweigerer. Medienberichten zufolge sind seit der von Kremlchef Wladimir Putin ausgerufenen Teilmobilmachung Ende September mehr als 200 000 Russen nach Kasachstan ausgereist. Ihnen droht nun die Ausweisung.

Quelle: ntv.de, dpa

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