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Nach MinisterwechselKassen und Ärzte fordern von Linnemann weitere Gesundheitsreformen

24.07.2026, 12:33 Uhr
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(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Ärzteverbände und Krankenkassen haben mit Blick auf den bevorstehenden Wechsel an der Spitze des Gesundheitsministeriums weitere Strukturreformen angemahnt.

"Es kommt viel Arbeit auf den neuen Bundesgesundheitsminister zu", erklärte der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, am Freitag. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuvor den bisherigen CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann als neuen Gesundheitsminister nominiert, die bisherige Ressortchefin Nina Warken soll das Kanzleramt leiten.

"Die nun anstehende Mammutaufgabe für den neuen Bundesgesundheitsminister wird es sein, mittel- und langfristig durchgreifende Strukturreformen in unserem Gesundheitswesen umzusetzen", erklärte Blatt. Wichtig sei, dass sich "das medizinische und pflegerische Versorgungsangebot stärker am Bedarf der Patientinnen und Patienten ausrichtet und wir die begrenzten Ressourcen besser als heute einsetzen". Als vordringlich nannte Blatt die Reform der Primärversorgung und der Pflegeversicherung.

"Nach den bisherigen reinen Spargesetzen müssen nunmehr die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitssystems im Vordergrund stehen", erklärte der Ärztinnen- und Ärzteverband Hartmannbund. Er forderte eine enge Einbindung der Ärzteschaft bei den anstehenden Strukturreformen. Dabei müsse es vor allem um "eine intelligente Koordination und Steuerung der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen" gehen.

Die anstehenden Strukturreformen müssten "die Gesundheitsversorgung langfristig zukunftsfest machen", forderte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, in den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dafür brauche es "wirtschaftliche Tragfähigkeit, Innovationskraft, positive Arbeitsbedingungen und eine stimmige Balance zwischen guter Versorgung und Selbstverantwortung bei Patientinnen und Patienten sowie Versicherten".

Auf eine Reform der Primärversorgung drang auch der Hausärztinnen- und Hausärzteverband. Dabei müsse die hausarztzentrierte Versorgung ausgebaut werden, verlangte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth.

Quelle: ntv.de, AFP

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