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"Die Welt wartet nicht auf uns"Klingbeil will mehr Tempo bei EU-Kapitalmarktunion – Beratungen der E6-Gruppe in Berlin geplant

28.05.2026, 16:01 Uhr
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(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will bei einem Treffen der sogenannten E6-Gruppe Fortschritte bei der seit Jahren stockenden Kapitalmarktunion erzielen.

"Es ist manchmal zu sehr ein Schneckentempo, mit dem wir in Europa vorankommen", sagte der SPD-Chef und Vize-Kanzler in Berlin. "Die Welt wartet nicht auf uns."

Die E6-Gruppe besteht aus sechs wirtschaftsstarken EU-Ländern – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und den Niederlanden. Sie müsse ein Tempomacher sein, so Klingbeil. Europa wolle angesichts zersplitterter Finanzmärkte stärker auf private Investitionen setzen und diese mobilisieren. Mit einem einheitlichen Kapitalmarkt könne Europa der attraktivste Wirtschaftsraum der Welt werden. "Das sind dicke Bretter." Europa sei hier in der Vergangenheit nicht richtig vorangekommen.

Klingbeil nannte die Beratungen der E6-Finanzminister in Berlin ein Arbeitstreffen. Gemeinsame Positionen sollten ausgelotet werden. Es gehe um Verbesserungen beim Handel mit Wertpapieren und Kryptowerten, außerdem um den Vertrieb von Fonds und eine gemeinsame Aufsicht über den Kapitalmarkt. Die Gruppe werde am Donnerstag testen, wie weit man vorankommen könne.

Quelle: ntv.de, rts

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