Konsum vor Iran-Konflikt stabilUS-Einzelhandel steigert Umsätze im Februar um 0,6 Prozent

Die US-Verbraucher zeigten sich vor Beginn des Iran-Krieges in Kauflaune.
Die Umsätze im US-Einzelhandel wuchsen im Februar um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von 0,1 Prozent im Januar.
"Der US-Konsument ist somit noch eine tragende Säule für die nordamerikanische Wirtschaft", sagte NordLB-Ökonom Tobias Basse. "Die Entwicklung der Energiepreise schwebt aktuell aber auch in den Vereinigten Staaten wie eine Art Damoklesschwert über der persönlichen Finanzsituation vieler Verbraucher." Durch den am 28. Februar begonnenen Krieg der USA und Israel gegen den Iran sind die Kraftstoffpreise auch in den Vereinigten Staaten kräftig gestiegen.
Zum Umsatzwachstum im Februar hat der gestiegene Pkw-Absatz beigetragen. "Aber auch ohne diese Komponente wurde ein ordentlicher Umsatzanstieg gemeldet", sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte ihren Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. In ihrem Zinsausblick hielten die Währungshüter zugleich an der Option fest, im Laufe des Jahres die Zinsen um einen Viertelpunkt zu senken.