Konzernumbau beschlossenUnilever spaltet Lebensmittelgeschäft ab und fusioniert Sparte mit US-Konzern McCormick

Unilever spaltet nach eigenen Angaben fast sein gesamtes Lebensmittelgeschäft ab.
Der britische Konsumgüterkonzern mit Marken wie Knorr und Maille stimmte einer Fusion seiner Lebensmittelsparte mit dem US-Gewürzhersteller McCormick & Company zu, wie Unilever am Dienstag mitteilte. Im Rahmen der Einigung zahle McCormick 15,7 Milliarden Dollar und biete Aktien an. "Die Transaktion ist ein weiterer entscheidender Schritt, um Unilever zu einem schlankeren, fokussierteren und wachstumsstärkeren Unternehmen umzugestalten", erklärte der Konzern.
Das Unilever-Lebensmittelgeschäft in Indien ist von der Ausgliederung ausgenommen. McCormick und Unilever wollen die Transaktion bis Mitte 2027 vollziehen, brauchen dafür aber noch die Zustimmung von Anteilseignern und die Genehmigung der zuständigen Behörden.
Die Anteilseigner von McCormick werden der Einigung zufolge 35 Prozent des aus dem US-Konzern und der Unilever-Lebensmittelsparte gebildeten Unternehmens besitzen, das einfach unter dem Namen McCormick firmieren soll, wie Unilever weiter mitteilte. Die Unilever-Aktionäre werden demnach einen Anteil von 55,1 Prozent an dem fusionierten Konzern halten. Unilever übernimmt einen Anteil von 9,9 Prozent, den das Unternehmen aber zu einem späteren Zeitpunkt verkaufen will.
Zur Lebensmittelsparte von Unilever gehören bekannte Marken wie Bertolli, Lipton und Hellmann's, außerdem deutsche Marken wie Du darfst, Mondamin, Lätta und Knorr. Zum Kosmetikbereich gehören außerdem etwa Axe, Dove, Signal und Dusch das sowie Reinigungs- und Putzmittelmarken wie Coral und Sun.
Der britische Konzern hatte zuletzt unter seinem neuen Chef Fernando Fernandez stärker auf Hygiene- und Kosmetikprodukte gesetzt. Unilever spaltete im vergangenen Jahr bereits seine Speiseeissparte mit Marken wie Magnum und Ben & Jerry's ab.