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Diplomatischer EklatLibanon weist iranischen Botschafter wegen mutmaßlicher Hisbollah-Einflussnahme aus

24.03.2026, 13:32 Uhr
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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Wegen mutmaßlicher Einflussnahme auf die Hisbollah muss der iranische Botschafter im Libanon das Land verlassen.

Mohammed Resa Scheibani sei zur "Persona non grata" erklärt worden und müsse Libanon bis Sonntag verlassen, teilte das Außenministerium in Beirut am Dienstag mit. Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam hatte Teheran zuvor vorgeworfen, die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon zu befehligen.

Die iranischen Revolutionsgarden seien "hier präsent und führen leider die Militäroperation im Libanon", sagte Salam am Sonntag dem saudiarabischen Sender Al Hadath. "Diese Leute besitzen gefälschte Pässe und sind illegal ins Land gekommen." Am Dienstag nun erklärte das Außenministerium, dass der iranische Botschafter das Land verlassen müsse.

Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar eskalierte der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran finanzierten Hisbollah wieder massiv. Die libanesische Miliz feuert seither immer wieder Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor.

Quelle: ntv.de, AFP

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