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Putins Sprachrohr in FrankreichMacron kritisiert russische Journalistin Fedorova als "Propaganda-Agentin"

04.06.2026, 16:51 Uhr
Macron-sieht-ein-Geleit-von-Schiffen-in-der-Strasse-von-Hormus-nur-wenn-die-heisse-Phase-des-Kriegs-vorbei-ist
(Foto: Yoan Valat/Pool EPA/dpa)

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die zunehmend umstrittene, in Frankreich lebende russische Journalistin Xenia Fedorova als "Propaganda-Agentin" bezeichnet.

"Ich verweise Sie auf das, was ich im Juni 2017 in Versailles ziemlich klar gesagt habe, in Anwesenheit des (russischen) Präsidenten Wladimir Putin", sagte Macron auf eine Frage zu der 45 Jahre alten Russin, die früher das Büro des russischen Senders Russia Today in Paris leitete.

Fedorova sei damals "angeblich für ein Medium verantwortlich gewesen, war aber tatsächlich eine staatliche Propaganda-Agentin", sagte Macron am Rande des EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro. "Die Dinge haben sich nicht geändert. Ich denke dasselbe", fügte er hinzu.

Fedorova, die als Putins Sprachrohr in Frankreich gilt, ist in den vergangenen Wochen zunehmend in die Kritik geraten. Der erzkatholische, politisch rechtsaußen stehende Unternehmer Vincent Bolloré öffnete ihr die Türen zu seinem Medienimperium, so dass sie regelmäßig in dessen TV-Sendern und Publikationen erscheint und dabei häufig die offizielle Linie Moskaus vertritt.

Der Fall Fedorova beschäftigt zudem die französische Regierung, da bislang unklar ist, warum Fedorova 2024 ihre Aufenthaltserlaubnis um zehn Jahre verlängert bekommen hatte. Die gut vernetzte Russin sei eine "ausgewiesene Propagandistin, die die Desinformationen des Kremls weiterverbreitet", kritisierte Außenminister Jean-Noël Barrot kürzlich.

Macron hatte sie 2017 während einer Pressekonferenz abgekanzelt, in der sie sich beschwerte, keinen Zugang zu seinem Wahlkampfbüro gehabt zu haben. "Wenn Medien verleumderische Unwahrheiten verbreiten, dann beschäftigen sie keine Journalisten, sondern Propaganda-Instrumente", sagte Macron damals.

Quelle: ntv.de, AFP

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