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"Afrika ist auf dem Erfolgsweg"Macron ruft zu mehr europäischen Investitionen in Afrika auf

11.05.2026, 14:47 Uhr
France-s-President-Emmanuel-Macron-center-and-Kenya-s-President-William-Ruto-arrive-ahead-of-the-Africa-Forward-Summit-at-the-University-of-Nairobi-in-Nairobi-Kenya-Monday-May-11-2026
(Foto: AP)

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich auf einem zweitägigen Wirtschaftsgipfel in Nairobi für mehr europäische Investitionen anstelle öffentlicher Entwicklungshilfe ausgesprochen.

"Afrika ist auf dem Erfolgsweg und braucht Investitionen, um souverän zu sein", sagte Macron am Montag auf dem Treffen. Früher hätten französische Spitzenpolitiker afrikanische Staats- und Regierungschefs häufig belehrt und ihnen erklärt, was sie bräuchten. "Aber das braucht Afrika nicht und will es nicht mehr hören", sagte Macron. "Es trifft sich gut, denn wir haben auch nicht mehr die Mittel dafür", fügte er mit Blick auf die schrumpfenden Budgets für Entwicklungszusammenarbeit hinzu.

Macron warb einmal mehr für Europa als verlässlichen Handelspartner. "Europa verteidigt die internationale Ordnung, Multilateralismus und den Rechtsstaat", sagt er. Demgegenüber befänden sich die USA und China in einer "Logik des Handelskonflikts". Insbesondere China verfolge mit Blick auf Exportbeschränkungen für Seltene Erden die Strategie eines "Raubtieres", betonte Macron. Europäische Staaten hingegen wollten "Partner auf Augenhöhe" sein.

Der Abzug französischer Streitkräfte aus den westafrikanischen Ländern Mali, Burkina Faso und Niger sei "keine Erniedrigung" gewesen. "Als man uns nach den Staatsstreichen nicht mehr wollte, sind wir eben gegangen", sagte er. Dies sei eine "logische Reaktion" gewesen, kein Rückschlag. Macron fiel in Nairobi zudem durch seinen Dauerlauf in der Stadt auf, begleitet vom kenianischen Marathon-Champion Eliud Kipchoge. Später erntete er überraschten Beifall, als er während einer Podiumsdiskussion das Publikum im Saal mit lauten "Hey, hey, hey"-Rufen zur Ruhe mahnte.

Quelle: ntv.de, AFP

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