Schmiergeldzahlungen?Medienbericht: Razzia bei der Telekom – Korruptionsverdacht bei Glasfaser-Ausbau

Wegen möglicher Schmiergeldzahlungen beim Ausbau des Glasfaser-Netzes haben die Behörden einem Zeitungsbericht zufolge unter anderem Geschäftsräume der Deutschen Telekom durchsucht.
Hauptverdächtiger sei ein hochrangiger Mitarbeiter des Bonner Konzerns, berichtete der "Kölner Stadtanzeiger" am Dienstag. Dieser soll einem Bauunternehmer gegen eine mittlere sechsstellige Summe lukrative Aufträge zugeschanzt haben. Insgesamt werde gegen zehn Personen wegen Bestechung, Untreue und Geldwäsche ermittelt.
Beamte des Landeskriminalamts, der Steuerfahndung und Spezialeinheiten hätten insgesamt 40 Privat- und Firmenräume sowie Bankschließfächer durchsucht, hieß es in dem Bericht. Dabei seien zahlreiche Datenträger und Mobiltelefone sichergestellt worden. Ausgelöst habe die Ermittlungen ein anonymer Hinweis an die Telekom-Tochter Telekom Technik, die daraufhin die Behörden eingeschaltet habe.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage Razzien im Zusammenhang mit dem Glasfasernetzausbau. Zu den beteiligten Unternehmen machte sie keine Angaben. Die Deutsche Telekom war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.