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Studie des Fraunhofer IEEMehr Batteriespeicher könnten Stromsystem jährlich um Milliarden entlasten

01.07.2026, 13:24 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Ein schnellerer Ausbau von Batteriespeichern könnte das deutsche Stromsystem einer Studie zufolge um fast vier Milliarden Euro pro Jahr entlasten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch veröffentlichte Analyse des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE). Demnach hätten 20 Gigawattstunden zusätzliche Speicherleistung und vier Stunden Speicherkapazität im Zeitraum von Januar 2025 bis Ende Mai 2026 Einsparungen von 5,6 Milliarden Euro ermöglicht. In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung wurde unter anderem vom Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE).

Hintergrund ist der steigende Anteil erneuerbarer Energien, die sich nicht zeitlich steuern lassen. Im ersten Halbjahr 2026 deckten sie nach Angaben des Branchenverbands BDEW und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) einen Rekordanteil von 58 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Der hohe Anteil von Wind- und Solarstrom führt jedoch immer häufiger zu sehr niedrigen oder negativen Preisen an der Börse, wenn die Erzeugung die Nachfrage übersteigt. Dies könnte durch Speicher abgefedert werden, die den Strom zu einem späteren Zeitpunkt einspeisen.

Zusätzliche Speicher könnten laut der Fraunhofer-Analyse die negativen Börsenstrompreise um fast 70 Prozent senken. "Speicher sind ein Sparprogramm für Stromkunden und Bundeshaushalt", erklärte BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser. Die Politik müsse den Ausbau von Speichern und Flexibilität jetzt schneller ermöglichen. Der Verband forderte unter anderem beschleunigte Netzanschlussverfahren. 

Quelle: ntv.de, rts

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