Statistisches BundesamtMehr Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt und getötet

Durchschnittlich alle 18 Minuten ist 2025 ein Kind im Straßenverkehr verletzt worden, die Zahl der dabei ums Leben Gekommenen stieg von 53 auf 74.
Insgesamt kamen rund 29.270 Kinder unter 15 Jahren zu Schaden und damit sieben Prozent mehr als 2024, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. "Nach einem deutlichen Rückgang während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 war die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Kinder in den letzten Jahren wieder gestiegen."
Von 21 auf 31 kletterte die Zahl der getöteten Kinder, die in einem Pkw mitfuhren. Bei Kindern, die mit dem Fahrrad unterwegs waren, gab es einen Anstieg von acht auf 13 Todesfälle. Erstmals wurden zudem vier Todesfälle bei Kindern auf E-Scootern registriert, nach null im Vorjahr. Die Zahl der Todesopfer nahm über alle Altersgruppen hinweg zu.
Die Art der Verkehrsbeteiligung unterscheidet sich je nach Alter. Die meisten verunglückten Kinder saßen auf einem Fahrrad (34 Prozent) oder in einem Auto (31 Prozent). Bei den unter Sechsjährigen war der Unfall als Mitfahrer im Auto mit 55 Prozent die häufigste Ursache. Die Sechs- bis 14-Jährigen verunglückten dagegen am häufigsten auf dem Fahrrad (39 Prozent). Für diese Altersgruppe ist die Zeit zwischen 07.00 und 08.00 Uhr auf dem Schulweg besonders gefährlich.