Mehr Nutzung geplantGesundheitsministerin Warken will Anwendungsbereich der elektronischen Patientenakte ausweiten

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will den Anwendungsbereich der elektronischen Patientenakte (ePA) ausweiten.
Wie das Portal Politico am Donnerstag berichtete, soll es demnächst möglich sein, damit Termine in Arztpraxen zu buchen sowie elektronische Überweisungen zu übermitteln. Dies gehe aus einem Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums zu digitaler Innovation im Gesundheitswesen hervor.
"Versicherten sollen nutzerfreundliche, digitale Wege in die ambulante Versorgung angeboten werden, die auch die Einführung des geplanten Primärversorgungssystems vorbereiten", heißt es darin dem Bericht zufolge. Demnach soll vor dem Aufsuchen einer Arztpraxis zunächst eine standardisierte Ersteinschätzung durch die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen erfolgen. Wenn Behandlungsbedarf festgestellt werde, könne anschließend digital ein Termin für eine Behandlung oder eine Videosprechstunde gebucht werden.
Ab September 2029 sollen Ärztinnen und Ärzte außerdem laut dem Bericht dazu verpflichtet werden, die Übermittlung der elektronischen Überweisung anzubieten. Außerdem solle der Informationsaustausch insbesondere zwischen Haus- und Fachärzten beschleunigt werden.
Sofern Versicherte nicht widersprochen haben, sollen dabei sämtliche Informationen über die ePA zusammengeführt, hieß es weiter. Überweisungsdaten und Informationen zur Einlösung sollten jedoch nach 100 Tagen gelöscht werden. Eine staatliche Regulierung sei zudem für digitale Terminbuchungsplattformen wie Doctolib oder Jameda vorgesehen.