Historische TrockenheitMehr als die Hälfte Englands ist von Dürre betroffen

Etwas mehr als die Hälfte der Fläche Englands ist infolge "beispiellos geringer Niederschläge und außergewöhnlich hoher Temperaturen" Regierungsangaben zufolge von Dürre betroffen.
Die Umweltbehörde der britischen Regierung sprach am Mittwoch von einer "Blitzdürre", die durch diese beiden Phänomene entsteht. Ihren Angaben zufolge fiel im Juli landesweit nur sieben Prozent der erwarteten Niederschlagsmenge, in einigen Teilen Südenglands sogar nur ein Prozent. England erlebte damit den voraussichtlich trockendsten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen.
Es ist bereite der zweite Sommer in Folge, in dem Teile Englands von Dürre betroffen sind. "Die Flusspegel sinken, Landwirte müssen vorzeitig ernten, die Waldbrandgefahr steigt und Millionen Menschen müssen ihren Wasserverbrauch einschränken", erklärte die Behörde.
Insgesamt sind demnach sieben Gebiete in England von Dürre betroffen, darunter London, East Anglia im Nordosten, der gesamte Südwesten und die West Midlands. Die Gebiete machen 51,4 Prozent der Landesfläche aus.
Die für Dürre zuständige nationale Behörde, welcher Vertreter der Regierung, der Landwirtschaft und der Wasserversorgungsunternehmen angehören, sei zusammengekommen, um über die Lage zu beraten, erklärte die Umweltbehörde. Laut der Leiterin der Behörde, Helen Wakeham, wird derzeit mehr Wasser verbraucht als die Natur wieder zur Verfügung stellen kann.
Die nationale Wetterbehörde Met Office gab derweil bekannt, dass die Messungen für Juni mittlerweile ausgewertet seien und dass sowohl für England als auch für Großbritannien mit 38 Grad ein neuer Temperaturrekord verzeichnet worden sei. Der bislang höchste Wert lag bei 37,7 Grad.