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Umfrage zur InfrastrukturMehrheit der Deutschen fordert Modernisierung von Straßen

06.05.2026, 10:37 Uhr
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(Foto: IMAGO / photothek)

Die Deutschen pochen einer Umfrage zufolge auf eine Modernisierung der Infrastruktur - noch stärker von Straßen als von Schienen.

Das Auto bleibt dabei für eine große Mehrheit unverzichtbar im Alltag, wie aus einer am Mittwoch in München vorgestellten Allensbach-Erhebung hervorgeht. Mehr Bürger als vor einem Jahr können sich den Kauf eines Elektroautos vorstellen. Dieser Trend könnte durch die hohen Tankstellenpreise im Zuge des Nahost-Krieges seit Ende Februar noch zunehmen.

83 Prozent der Befragten halten die Sanierung des Straßennetzes für besonders wichtig, beim Schienennetz sind es 80 Prozent. Es folgen Brückensanierungen und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Im Vergleich zum Vorjahr seien alle Werte gestiegen, teilte die Deutsche Akademie für Technikwissenschaften mit, die die repräsentative Umfrage aus dem Februar in Auftrag gegeben hat. Etwa zwei von drei Deutschen glauben an Fortschritte in den nächsten Jahren, allerdings überwiegend nur an begrenzte. Die Bundesregierung hat einen 500 Milliarden Euro schweren Sondertopf zur Sanierung der Infrastruktur aufgesetzt. Viele Kritiker bemängeln aber, dass das Geld anders als versprochen nicht komplett für zusätzliche Investitionen genutzt wird.

77 Prozent der Befragten bezeichnen das Auto als unverzichtbar, 49 Prozent das Fahrrad. 26 Prozent können sich beim nächsten Autokauf ein elektrisches Fahrzeug vorstellen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Die Bereitschaft steigt mit Bildungsniveau und Einkommen. Sie wäre noch höher bei niedrigeren Kaufpreisen (60 Prozent), höheren Reichweiten (51 Prozent), kürzeren Ladezeiten (49 Prozent) und mehr Lademöglichkeiten (44 Prozent).

China hat sich der Umfrage zufolge einen Imagevorteil bei E-Autos erarbeitet. 49 Prozent schreiben der Volksrepublik besonders gute Angebote zu. Deutschland bescheinigen dies nur 27 Prozent, Japan und Südkorea 17 beziehungsweise 14 Prozent. 

Quelle: ntv.de, rts

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