Kurznachrichten

In SkandinavienMitarbeiter russischer Botschaften haben Verbindungen zu russischen Geheimdiensten

26.04.2023, 13:30 Uhr
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In der Nähe der russischen Hauptstadt wurde Medienberichten zufolge eine mit Sprengstoff gefüllte abgestürzte Kampfdrohne gefunden. (Foto: Jens Kalaene/dpa/Archiv)

Zahlreiche Mitarbeiter der russischen Botschaften in Skandinavien haben nach Recherchen nordischer Rundfunkanstalten Verbindungen zu russischen Geheimdiensten. Die vier Sender - SVT aus Schweden, NRK aus Norwegen, DR aus Dänemark und Yle aus Finnland - nannten in einer am Mittwoch veröffentlichten Dokumentation insgesamt 38 mutmaßliche Geheimdienstmitarbeiter, die in den vergangenen Jahren unter diplomatischem Deckmantel in den russischen Botschaften in Stockholm, Kopenhagen und Oslo gearbeitet haben sollen. 17 davon sind demnach weiter aktiv in den Ländern. Moskau bezeichnete die Enthüllungen als Falschnachrichten.

"Russlands Botschaften im Norden werden als Spionagestationen genutzt, die mit einer großen Anzahl professioneller Geheimdienstoffiziere bemannt sind", berichtete der DR. Die Medien bekamen die 38 Namen demnach von westlichen Geheimdiensten bestätigt.

Nordische Geheimdienste gehen den Angaben zufolge davon aus, dass etwa ein Drittel des russischen Botschaftspersonals Entsandte der russischen Geheimdienste sind. Sie arbeiteten im Auftrag von Präsident Wladimir Putin und dessen Führung und seien auf der Jagd nach Informationen, Technologie und Einfluss, um Russland einen Vorteil zu verschaffen, sagte eine führende norwegische Geheimdienstmitarbeiterin in der Dokumentation.

Die Enthüllungen sind Teil der Dokumentation "Schattenkrieg", bei der die Medien mit der Organisation Dossier Center zusammengearbeitet haben, die Zugang zu russischen Datenbanken hat. In der ersten Folge hatten die Sender vor einer Woche beschrieben, wie Russland unter dem Radar fahrende zivile Schiffe für die Positionsaufzeichnung etwa von Windparks auf See, Gasleitungen sowie Strom- und Internetkabeln rund um Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland nutzen kann.

Quelle: ntv.de, dpa

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