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Versorgungsengpässe in RusslandMoskau erwägt nach ukrainischen Angriffen auf Raffinerien Import von Benzin

23.06.2026, 12:53 Uhr
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Russland erwägt einem Medienbericht zufolge angesichts von Versorgungsengpässen nach ukrainischen Angriffen auf seine Raffinerien den Import von Treibstoff.

Zudem würden Subventionen für die Einfuhren diskutiert, um die Preise im Land zu deckeln, berichtete die Zeitung "Wedomosti" unter Berufung auf zwei Insider. Die Optionen seien am Montag bei einem von Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak geleiteten Treffen besprochen worden. Eine Stellungnahme von Nowaks Büro lag der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht vor. Die Deckelung der Treibstoffpreise ist für die russische Regierung ein heikles Thema, da steigende Kosten die Inflation anheizen könnten.

Hintergrund sind die wiederholten ukrainischen Drohnenangriffe auf die russische Öl-Infrastruktur. In zahlreichen Regionen des Landes wurde bereits über Engpässe, Verkaufsbeschränkungen und lange Schlangen an den Tankstellen berichtet. Das Land, einer der drei größten Ölproduzenten der Welt, ist normalerweise ein bedeutender Exporteur von Ölprodukten. Wegen der Angriffe musste die Regierung in Moskau jedoch bereits Ausfuhrverbote für Benzin und Kerosin verhängen.

Die Angriffe zeigen deutliche Wirkung. Branchen-Insidern zufolge lag die tägliche Benzinproduktion in der vergangenen Woche bei rund 90.000 Tonnen und damit 25 Prozent unter dem Durchschnitt im Juni 2025. Den Daten des Anbieters LSEG und von Marktteilnehmern zufolge fielen die russischen Ölexporte auf dem Seeweg in der ersten Junihälfte um 15 Prozent im Vergleich zur ersten Maihälfte. 

Quelle: ntv.de, rts

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