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Erhebliche Einschränkungen des FlugbetriebsNach Flughafenblockade in Nürnberg: Bewährungsstrafe für Klimaaktivistin

27.03.2026, 14:59 Uhr
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Die Maschine drehte kurz nach dem Start um und landete wieder. (Archivbild)

Nach einer Flughafenblockade hat das Amtsgericht Nürnberg eine Klimaaktivistin zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt.

Nach einer Flughafenblockade hat das Amtsgericht Nürnberg eine Klimaaktivistin zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Als Bewährungsauflage muss die 24 Jahre alte Lilli G. 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, erklärte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Das Urteil fiel demnach Donnerstag.

Die Klimaaktivistin wurde wegen Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Nötigung verurteilt. Eine mitangeklagte 29 Jahre alte Frau war zum Prozesstag am Donnerstag nicht erschienen, das Gericht trennte das Verfahren gegen sie daraufhin ab. In ihrem Fall gibt es noch keine neuen Termine.

Das Gericht sah es der Sprecherin zufolge als erwiesen an, dass die angeklagte G. durch die Protestaktion während der Sommerferien 2024 erhebliche Einschränkungen des Flugbetriebs am Nürnberger Flughafen ausgelöst hatte. Der Flugbetrieb wurde nach den Feststellungen des Gerichts für 80 Minuten komplett eingestellt, einzelne Flüge wurden gestrichen oder mussten umgeleitet werden.

Insgesamt 272 Passagiere, die sich bereits an Bord befanden, mussten in den Flugzeugen warten, bis der Flugbetrieb wieder freigegeben wurde. Auch die beiden am Flughafen stationierten Rettungshubschrauber waren während dieser Zeit für die Luftrettung nicht einsatzfähig. Der durch die Protestaktion entstandene Gesamtschaden belief sich auf 20.000 Euro. Zugunsten der Angeklagten wertete das Gericht das Geständnis und das Ziel, mit der Aktion dem Allgemeinwohl nutzen zu wollen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: ntv.de, afp

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