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Aus Sorge vor RisikenNach dänischem Fonds verkauft auch schwedischer Pensionsfonds Alecta US-Staatsanleihen

21.01.2026, 13:42 Uhr
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(Foto: picture alliance / Daniel Kalker)

Nach einem dänischen Pensionsfonds trennt sich einem Medienberichte zufolge nun auch ein schwedischer Vermögensverwalter von US-Staatsanleihen.

Der große schwedische Pensionsfonds Alecta habe wegen politischer Risiken in den USA einen Großteil dieser Papiere verkauft, wie die Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" (DI) am Mittwoch unter Berufung auf das Unternehmen berichtete. Demnach beläuft sich der Verkauf auf ein Volumen von 70 bis 80 Milliarden schwedischen Kronen (umgerechnet 7,7 bis 8,8 Milliarden Dollar). Alecta begründete den Schritt mit gestiegenen Risiken und der Unvorhersehbarkeit der US-Politik, hieß es.

Der Schritt folgt auf eine ähnliche Entscheidung eines dänischen Fonds und deutet auf eine wachsende Nervosität unter nordischen Großinvestoren hin. Am Dienstag hatte der dänische Pensionsfonds AkademikerPension angekündigt, sich bis Ende des Monats von seinen US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Millionen Dollar zu trennen. Dieser begründete den Schritt mit den US-Staatsfinanzen. Die Entscheidungen der beiden Pensionsfonds fallen in eine Zeit erhöhter politischer Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten, unter anderem im Streit um Grönland.

US-Finanzminister Scott Bessent hält Sorgen vor einem Ausverkauf von US-Staatsanleihen nach dem angekündigten Ausstieg eines dänischen Pensionsfonds für unbegründet. "Die Investitionen Dänemarks in US-Staatsanleihen sind, wie Dänemark selbst, irrelevant", sagte Bessent am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos vor Journalisten. Die dänischen Investitionen seien gering. "Ich bin überhaupt nicht besorgt", fügte er hinzu. "Als Finanzminister sehe ich ja unsere Auktionen von Staatsanleihen. Wir verzeichnen ausländische Investitionen in Rekordhöhe."

Quelle: ntv.de, rts

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