Regionalnachrichten

Rheinland-Pfalz & SaarlandWas die CDU bei einem Wahlsieg im Land vorhat

21.01.2026, 03:31 Uhr
Die-CDU-will-bei-der-Landtagswahl-am-22-Maerz-erstmals-seit-mehr-als-30-Jahren-staerkste-Kraft-werden
(Foto: Helmut Fricke/dpa)

Rund 100 Delegierte verabschieden an diesem Mittwoch das Landtagswahlprogramm der CDU. Was in den 88 Seiten steht.

Mainz (dpa/lrs) - Eine Bundesratsinitiative zur Stromsteuersenkung für alle, eine Feuerwehr-Dankesprämie, stabile Rundfunkbeiträge und ein Staatssekretär fürs Ehrenamt gehören zu den Vorhaben der rheinland-pfälzischen CDU für den Fall ihres Siegs am 22. März. Schwerpunkte aus dem 88 Seiten starken Wahlprogramm:

Bildung

  • Verbindliches Vorschuljahr

  • Unterrichtsgarantie von 8 bis 14 Uhr in der Grundschule inklusive Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung

  • Alle Kinder lernen in der Grundschule schwimmen

  • Verpflichtende Sprachstandserhebung mit 4,5 Jahren

  • Zwei Pflichtpraktika ab Klasse 7 stärken die Berufsorientierung - ob das im Handwerk sein muss, wie von Spitzenkandidat Gordon Schnieder gefordert, bleibt offen

  • Kostenlose Meisterausbildung

  • Mehr Personal in Kitas und Schulen

  • Besoldung der Grundschullehrer auf A13 anheben

  • Regelbeförderungen an allen weiterführenden und beruflichen Schulen

  • Task-Force beim Land soll für Sicherheit an Schulen sorgen, wenn es zu Gewalt oder Bedrohungen kommt. Sie besteht aus Psychologen, Sicherheitskräften und speziell geschulten Lehrkräften

  • Kostenloses Deutschlandticket für alle Schüler unabhängig vom Wohnort

Gesundheit

  • Erhöhung der Medizinstudienplätze auf 650 - derzeit sind es 450

  • Klinikstandorte sollen modernisiert und mit einem Fonds abgesichert werden. Volumen: 150 Millionen Euro pro Jahr

  • Hebammen stärker fördern

  • Terminservicestellen für Patienten stärken

Wohnen, Familie und Kinder

  • Ein Eigenheim-Zuschuss soll den Kauf von Wohnraum für Familien erleichtern. Für den Kauf der ersten selbstgenutzten Immobilie erhalten Familien pauschal 10.000 Euro pro Elternteil und 5.000 Euro pro minderjährigem Kind

  • Mit einem Konzept "Aus Eins mach Zwei" sollen Häuser, die nach dem Auszug von Kindern zu groß geworden sind, zu mehreren familiengerechten Wohneinheiten werden

  • Straßenausbaubeiträge sollen abgeschafft werden

  • Ein "Landeskompetenzzentrum Kinderschutz" soll die Zusammenarbeit zwischen den Behörden verbessern. In allen Regionen sollen sogenannte Childhood-Häuser eingerichtet werden, die Kindern, die Opfer von psychischer oder physischer Gewalt geworden sind, eine sichere Umgebung bieten.

Wirtschaft

  • Start-ups und innovative Ansätze fördern, insbesondere in Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz, Wasserstoff und nachhaltigen Technologien.

  • Keine höheren Steuern

  • Die Novelle des Klimaschutzgesetzes will die CDU zurücknehmen

  • Personalpolitik im öffentlichen Dienst soll mit einer Stabsstelle in der Staatskanzlei Chefsache werden

Sicherheit

  • Die Polizei-, Feuerwehr- und Justizvollzugszulage sollen auf Bundesniveau angehoben und ruhegehaltsfähig gemacht werden

  • Eine Dankesprämie bei Jubiläen im Brand- und Katastrophenschutz - von 250 Euro nach 25 Jahren bis 500 Euro nach 50 Jahren

  • Der Erwerb von Fahrerlaubnissen der Klassen B und C, die im Einsatz genutzt werden können, soll für alle Feuerwehrangehörigen pauschal mit je 500 Euro bezuschusst werden. Voraussetzung ist die Verpflichtung für einen mindestens zehnjährigen aktiven Dienst.

  • Ein neuer Sicherheitsrat im Land soll den Kampf gegen Extremismus verbessern

  • Mehr Polizisten in der Fläche und damit Entlastung des kommunalen Vollzugsdiensts

  • Body-Cams, elektronische Fußfesseln und KI-gestützte Videoüberwachung gezielt an Brennpunkten einsetzen

Ehrenamt

  • Ein Staatssekretär für Ehrenamt und Sport soll ernannt und in der Staatskanzlei angesiedelt werden

  • Feste Ansprechpartner in den Finanzämtern für Vereine

Zuschnitte von Ministerien

  • Gesundheit und Pflege mit Notfallmedizin in ein Ministerium zusammenführen

  • Landwirtschaft und Umwelt zusammenlegen

Migration

  • Es sollen im Land "Rückführungskapazitäten" geschaffen werden

  • Asylsuchende sollen bis zum Ende des Abschusses ihres Verfahrens in den Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben und nicht auf die Kommunen verteilt werden

  • Eine zentrale Ausländerbehörde soll alle Verfahren bündeln und Abschiebungen koordinieren

Quelle: dpa

Regionales