Kurznachrichten

Bulgarien Nach erneutem Scheitern von Koalitionsverhandlungen steht fünfte Parlamentswahl innerhalb von zwei Jahren bevor

Muss nun die Parlamentswahl anberaumen, das Parlament auflösen und ein neues Übergangskabinett einsetzen: Bulgariens Staatschef Rumen Radew.

Muss nun die Parlamentswahl anberaumen, das Parlament auflösen und ein neues Übergangskabinett einsetzen: Bulgariens Staatschef Rumen Radew.

(Foto: Marcus Brandt/dpa)

Im Bulgarien steht nach dem erneuten Scheitern von Koalitionsverhandlungen die fünfte Parlamentswahl innerhalb von zwei Jahren bevor. Es sei "keine Lösung für die Überwindung der politischen Krise" gefunden worden, das Land steuere daher auf Neuwahlen zu, erklärte Präsident Rumen Radew am Dienstag.

Das Staatsoberhaupt werde voraussichtlich in den kommenden Tagen das Parlament in Sofia auflösen, der nächste Urnengang könne danach frühestens am 2. April stattfinden, teilte die bulgarische Wahlbehörde mit.

Zuvor war der letzte Versuch der sozialistischen Partei gescheitert, in dem aus den Wahlen vom 2. Oktober hervorgegangenen Parlament eine Regierungsmehrheit zu bilden. Damals hatte die konservative Partei Gerb von Ex-Regierungschef Bojko Borissow die meisten Stimmen erhalten. Gerb war es jedoch ebenso wenig wie anderen Parteien gelungen, eine Koalition zu bilden.

Der ärmste EU-Mitgliedstaat Bulgarien befindet sich in der schwersten politischen Krise seit dem Ende des Kommunismus im Jahr 1989. Beobachter äußerten wenig Hoffnung darauf, dass die nun anstehenden Wahlen daran etwas ändern könnten.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen