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Bauen wird teurerNeubaupreise für Wohnhäuser in Deutschland stiegen im Februar um 3,3 Prozent

10.04.2026, 11:37 Uhr
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Der Neubau von Wohnhäusern in Deutschland verteuert sich weiter.

Die Preise stiegen im Februar um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit beschleunigte sich der Anstieg leicht, nach plus 3,2 Prozent im November 2025. Allein von November bis Februar zogen die Preise um 1,5 Prozent an.

Die Preise für Ausbauarbeiten erhöhten sich dabei mit 3,8 Prozent erneut stärker als für Rohbauarbeiten. Diese verteuerten sich um 2,7 Prozent. Die Statistiker erheben die Daten vierteljährlich. Alle Preisangaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk samt Mehrwertsteuer. Besonders stark fielen die Zuwächse mit 5,4 Prozent bei den Ausbauarbeiten für Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen aus. Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen, zu denen auch Wärmepumpen gehören, kosteten 4,2 Prozent mehr.

Bei den Rohbauarbeiten verteuerten sich vor allem Zimmer- und Holzbauarbeiten mit plus 5,5 Prozent. Dachdeckungsarbeiten kosteten vier Prozent mehr. Auch in anderen Baubereichen zogen die Preise an. So stiegen die Neubaupreise für Bürogebäude um 3,6 Prozent und für gewerbliche Betriebsgebäude um 3,4 Prozent. Im Straßenbau lag der Anstieg bei 3,7 Prozent.

Die nach der Corona-Krise und dem Ukraine-Krieg gestiegenen Preise haben Bauen deutlich verteuert. Dies hat private und institutionelle Investoren abgeschreckt und für eine Krise im Wohnungsbau gesorgt. Mit einfacheren Standards und schnelleren Genehmigungsverfahren soll das Baugewerbe wieder Impulse bekommen. Allerdings dürften die Folgen des Iran-Kriegs für höhere Energie- und Rohstoffpreise sorgen. "Sie alle mussten da schon einmal durch", sagte Bauministerin Verena Hubertz jüngst beim Wohnungsbautag zu Branchenvertretern. "Und jetzt wahrscheinlich erneut."

Quelle: ntv.de, rts

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