Öffnung nach rechtsSchwedens Regierungschef Kristersson schließt Koalition mit Rechtspopulisten nicht aus

Es wäre die erste schwedische Regierung mit Rechtspopulisten.
Schwedens konservativer Regierungschef Ulf Kristersson kann sich im Falle eines Wahlsiegs bei der Parlamentswahl in diesem Herbst eine Koalition mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten vorstellen. Sollte es eine Mehrheit für eine Vierer-Koalition aus seiner Partei Moderaterna, den Christdemokraten, Liberalen und Rechtspopulisten geben, werde er mit diesen Parteien eine Regierung bilden, kündigte Kristersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef der rechtspopulistischen Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson, an.
Den Schwedendemokraten versprach Kristersson in einer solchen Regierung großen Einfluss und wichtige Ministerposten: "Es ist natürlich, dass es dabei unter anderem um Migration und Integration gehen wird."
Bei der Parlamentswahl 2022 waren die Schwedendemokraten erstmals zweitstärkste Kraft geworden - vor Kristerssons Partei. Regierungschef wurde dennoch der Konservative, indem er erstmals einen Deal mit den Rechtspopulisten einging, die zuvor in Schweden außen vor standen. Mit ihrer Unterstützung kann Kristersson seitdem in seiner Minderheitskoalition aus drei Parteien regieren.