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Vorwurf nicht unabhängig geprüftParamilitärs lasten Militär im Sudan Luftangriffe auf Krankenhaus an

15.05.2023, 12:13 Uhr
Rauch-ueber-Sudans-Hauptstadt-Khartum
Rauch über Sudans Hauptstadt Khartum. (Foto: Marwan Ali/AP/dpa/Archivbild)

Die paramilitärische Einheit RSF wirft dem sudanesischen Militär vor, ein Krankenhaus im Zentrum der Hauptstadt Khartum mit Kampfflugzeugen angegriffen zu haben. Dabei seien "Dutzende Unschuldige getötet und verletzt worden", hieß es in einer Mitteilung. Der Vorwurf konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Auf Twitter wurden Aufnahmen verbreitet, die Schäden an dem Krankenhaus zeigen sollen. Das East Nile Hospital war schon Anfang des Monats Ziel von Angriffen gewesen.

Die Vorwürfe bringen eine Einigung zwischen den Konfliktparteien aus der vergangenen Woche in Gefahr, in der sich beide Seiten zum Schutz der Zivilbevölkerung und die Ermöglichung von humanitärer Hilfe verpflichten. In dem Land im Nordosten Afrikas trägt De-facto-Präsident Abdel Fattah al-Burhan mithilfe der Streitkräfte einen Machtkampf gegen seinen Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo aus, der die paramilitärischen RSF anführt. Die beiden Generäle hatten einst durch gemeinsame Militärcoups die Führung im Sudan übernommen.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Care ist die Gesundheitsversorgung derzeit stark eingeschränkt - insbesondere in Khartum. Ein andauernder Konflikt könnte die humanitäre im Land massiv verschärfen, warnte die NGO. In Khartum seien fast zwei Drittel der Gesundheitszentren weiterhin komplett geschlossen - nur jedes Sechste sei derzeit im Normalbetrieb.

"Wir fordern einen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe in allen Teilen des Landes sowie einen generellen Waffenstillstand", sagte David Macdonald, Länderdirektor von Care im Sudan. Die anhaltenden Kampfhandlungen gefährdeten zudem die kommende Erntesaison und in der Folge die Versorgung insgesamt.

Quelle: ntv.de, dpa

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