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Preisschub durch ÖlkriseHohe Ölpreise infolge des Iran-Kriegs treiben Verbraucherpreise in Deutschland deutlich an

30.03.2026, 10:58 Uhr
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Die durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Ölpreise schlagen ersten Daten aus den Bundesländern zufolge deutlich auf die Verbraucherpreise durch.

In Bayern schnellte die Inflationsrate im März auf 2,8 Prozent nach oben, nachdem sie im Dezember noch bei 1,9 Prozent gelegen hatte. In Nordrhein-Westfalen kletterte sie von 1,8 auf 2,7 Prozent, in Niedersachsen von 1,9 auf 2,6 Prozent und in Baden-Württemberg von 1,8 auf 2,5 Prozent. Das Statistische Bundesamt will am Nachmittag eine erste Schätzung zur bundesweiten Entwicklung im März abgeben. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einer Inflationsrate von 2,7 Prozent. Das wäre der höchste Wert seit mehr als zwei Jahren. Im Februar war die Teuerungsrate noch auf 1,9 Prozent gefallen.

Eine rasche Entspannung deutet sich nicht an, im Gegenteil: Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen angesichts steigender Energiekosten durch den Iran-Krieg mit höheren Preisen. Das entsprechende Barometer stieg im März auf 25,3 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Im Februar hatte es noch bei 20,3 Zählern gelegen. "Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Die Unternehmen würden steigende Kosten zunehmend weitergeben. "Über höhere Produktions- und Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen", sagte Wohlrabe.

Der seit mehr als vier Wochen andauernde Krieg der USA und Israel gegen den Iran hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Der Iran hat die Straße von Hormus weitgehend geschlossen: Über die Meerenge wird ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert. Das sorgt für Knappheiten, weshalb die Weltmarkpreise gestiegen sind.

Quelle: ntv.de, rts

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