Anstieg von 0,1 ProzentProduktion in der Euro-Zone hat im Juni stagniert

Die Produktion der Unternehmen in der Euro-Zone hat im Juni stagniert.
Nach zuvor vier Zuwächsen in Folge verharrte die Gesamtproduktion diesmal auf dem Vormonatsniveau, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Hier hatten die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Ökonomen einen Rückgang um 0,8 Prozent erwartet. Die Entwicklung deutet auf eine fragile Konjunktur im Währungsraum hin, die unter gestiegenen Energiepreisen infolge des Iran-Kriegs leidet.
Gegen den Trend gab es einen kräftigen Anstieg bei den nicht-langlebigen Konsumgütern, die um 3,0 Prozent zulegten. Auch die Energieerzeugung wuchs mit 1,5 Prozent deutlich. Gebremst wurde die Entwicklung hingegen von einem spürbaren Rückgang bei Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen, deren Produktion um 1,4 Prozent sank. Auch die Herstellung von Vorleistungsgütern ging um 0,8 Prozent zurück.
Die Entwicklung in den einzelnen Mitgliedstaaten verlief sehr unterschiedlich. Den höchsten monatlichen Zuwachs meldete Kroatien mit 5,2 Prozent, gefolgt von Litauen und Finnland (jeweils +2,1 Prozent). Die stärksten Rückgänge gab es in Luxemburg (-10,7 Prozent) und Portugal (-3,9 Prozent). Die deutsche Industrie, die größte der Euro-Zone, verzeichnete ein leichtes Plus von 0,2 Prozent und lag damit leicht über dem Durchschnitt des Währungsraums.