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"Heute fühle ich mich hier wie der Hausherr"Rechtsextremer Minister zieht nach Tempelberg-Besuch scharfe Kritik auf sich

12.04.2026, 14:52 Uhr
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Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir fordert unter anderem die Verhaftung des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas, sollten die UN Pläne für die Gründung eines palästinensischen Staats vorantreiben. (Archivbild) (Foto: Ohad Zwigenberg/AP Pool/dpa)

Der rechtsextreme israelische Minister Itamar Ben-Gvir hat am Sonntag den Tempelberg in Jerusalem besucht und damit scharfe Kritik aus Jordanien auf sich gezogen.

Der rechtsextreme israelische Minister Itamar Ben-Gvir hat am Sonntag den Tempelberg in Jerusalem besucht und damit scharfe Kritik aus Jordanien auf sich gezogen. Er strebe einen besseren Zugang und Gebetsrechte für jüdische Gläubige an, teilte Ben-Gvirs Sprecher mit. Er habe an der heiligen Stätte auch gebetet. Das jordanische Außenministerium verurteilte den Besuch als Verletzung des Status quo, als "Entweihung seiner Heiligkeit, verurteilungswürdige Eskalation und inakzeptable Provokation".

Das Areal in der ummauerten Altstadt von Jerusalem ist eine der sensibelsten Stätten im Nahen Osten. Es ist im Judentum als Tempelberg bekannt und das wichtigste Heiligtum dieser Religion. Für Muslime ist der Komplex mit der Al-Aksa-Moschee die dritthöchste heilige Stätte. Gemäß einer jahrzehntealten Vereinbarung wird er von einer jordanischen Religionsstiftung verwaltet. Juden dürfen ihn besuchen, dort jedoch nicht beten. Befürchtungen, Israel könnte diese Regeln ändern, haben in der Vergangenheit immer wieder zu Gewalt geführt.

"Heute fühle ich mich hier wie der Hausherr", sagte Ben-Gvir in einem von seinem Büro verbreiteten Video, das an der Stätte aufgenommen wurde. "Es gibt noch mehr zu tun, mehr zu verbessern. Ich dränge den Ministerpräsidenten (Benjamin Netanjahu) immer wieder, mehr und mehr zu tun - wir müssen immer weiter hinaufsteigen." Eine Stellungnahme von Netanjahus Büro lag zunächst nicht vor.

Quelle: ntv.de, RTS

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