Risiken durch MedienkonsumStudie: Übermäßige Nutzung digitaler Medien kann Bildungserfolg junger Menschen verschlechtern

Eine übermäßige Nutzung digitaler Medien kann den Bildungserfolg junger Menschen einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge negativ beeinflussen.
"Eigene Auswertungen auf Basis der Pisa-Daten deuten darauf hin, dass mit steigender Nutzungsdauer digitaler Medien die durchschnittlich erzielten Pisa-Kompetenzpunkte tendenziell abnehmen", heißt es in dem IW-Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
Das IW-Gutachten entstand den Angaben zufolge auf Basis einer Literaturanalyse sowie eigener Auswertungen des Pisa-Datensatzes. Die Forscher betonen, dass es weiteren Forschungsbedarf gibt.
Wie in anderen Ländern wird auch in Deutschland debattiert, die Nutzung von sozialen Netzwerken für Kinder und Jugendliche zu beschränken. In dem IW-Gutachten heißt es, ein Social-Media-Verbot für bestimmte Altersgruppen oder strengere Vorgaben für die Anbieter würden allein nicht ausreichen, um junge Menschen besser zu schützen. "Ein Verbot wird möglicherweise nicht vollumfänglich durchzusetzen sein und zudem kann eine Verlagerung zu anderen Plattformen stattfinden, um die Verbote zu umgehen."