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Krise im KongoRotes Kreuz warnt vor weiterem Anstieg der Ebola-Fälle

16.06.2026, 12:51 Uhr
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(Foto: -/XinHua/dpa)

Die Ebola-Epidemie im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat nach Einschätzung des Roten Kreuzes ihren Höhepunkt noch nicht erreicht und könnte noch ein Jahr andauern.

"Es ist sehr schwer abzuschätzen, in welchem Maße sich die Epidemie genau ausbreitet, aber der Höhepunkt steht uns wohl noch bevor", sagte Einsatzleiter Bruno Michon von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) am Dienstag per Videoschalte aus dem zentralafrikanischen Land. Er befürchte, dass es ein Jahr dauern könnte, bis die Epidemie eingedämmt sei. Im Kongo wurden Regierungsdaten zufolge mehr als 800 Fälle der seltenen Ebola-Variante Bundibugyo gemeldet, von denen 192 tödlich verliefen. Für diesen Virus-Stamm gibt es bislang weder eine erprobte Behandlung noch einen Impfstoff.

Die hochansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die auch nach dem Tod über Körperflüssigkeiten übertragen wird, breitet sich in drei Provinzen schnell aus. Mehr als einen Monat nach Beginn des Ausbruchs ist die tatsächliche Tragweite noch unklar. Die Bekämpfung wird durch einen Mangel an Behandlungszentren und Widerstand in der Bevölkerung gegen strenge Hygienemaßnahmen erschwert. Michon berichtete in diesem Zusammenhang auch von Anfeindungen gegen Helfer. Teams der IFRC, die bei der Aufklärung und der sicheren Bestattung von Verstorbenen helfen, seien in den vergangenen Tagen beschimpft, bedroht und angegriffen worden. Vertrauen aufzubauen erfordere Geduld und Demut, sei jedoch lebensrettend, erklärte er.

Quelle: ntv.de, rts

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