Kurznachrichten

Scharfe Worte aus WashingtonRubio droht Venezuelas Übergangspräsidentin Rodríguez mit Gewalt bei Widerstand gegen USA

28.01.2026, 10:10 Uhr
United-States-Secretary-of-State-Marco-Rubio-speaks-during-a-meeting-with-oil-and-gas-executives-in-the-East-Room-of-the-White-House-in-Washington-DC-USA-on-Friday-January-9-2026
(Foto: picture alliance / Captital Pictures)

US-Außenminister Marco Rubio droht der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez unverhohlen mit der Anwendung von Gewalt, sollte sie sich der Zusammenarbeit mit den USA widersetzen.

"Machen Sie sich nichts vor: Wie der Präsident (Donald Trump) erklärt hat, sind wir bereit Gewalt einzusetzen, um maximale Zusammenarbeit sicherzustellen, wenn andere Methoden scheitern", heißt es im Text einer Rede, die Rubio am Mittwoch vor dem Senatsausschuss für auswärtige Beziehungen halten sollte.

Rodríguez sei sich "des Schicksals von Maduro sehr wohl bewusst", hieß es in dem Redemanuskript weiter. "Wir sind davon überzeugt, dass ihre eigenen Interessen mit der Verfolgung unserer wichtigsten Ziele übereinstimmen."

Nach der gewaltsamen Absetzung des linksnationalistischen Staatschefs Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in Caracas Anfang Januar war seine Stellvertreterin Rodríguez zur Übergangspräsidentin ernannt worden. Maduro ist seither in New York inhaftiert, ihm soll dort wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.

Obwohl Rodríguez eine enge Verbündete Maduros war, hatte sich Trump bereiterklärt, mit ihr zusammenzuarbeiten, solange ihre Regierung sich an Washingtons Vorgaben hält. Die venezolanische Führung setzt seit Maduros Absetzung auf eine Annäherung an Washington. Rodríguez unterstützt etwa eine Öffnung des Ölsektors für ausländische Investoren, kündigte Gespräche mit der Opposition an und ließ politische Gefangene frei.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales