Neue Rekrutierungen Russland wirbt 127.000 Soldaten in vier Monaten für Ukraine-Krieg an

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des früheren Präsidenten Dmitri Medwedew in den ersten vier Monaten 127.000 weitere Vertragssoldaten für den Krieg in der Ukraine rekrutiert.
"Weitere 10.000 haben einen Vertrag über den Dienst in Freiwilligenbataillonen geschlossen", sagte der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch einflussreiche Medwedew bei einem Bildungsforum in Moskau. Im Gesamtjahr 2025 waren es seinen Angaben zufolge 450.000 Kämpfer.
Laut Medwedew ist der Patriotismus der Russen die Quelle für den anhaltenden Zufluss von Soldaten für den Krieg in der Ukraine. Dabei zahlen einzelne Regionen in Russland inzwischen Rekordprämien, um weitere Männer für den Krieg zu gewinnen.
Die Rekrutierungszahlen sind ein wichtiges Indiz für Russlands Potenzial, den Krieg weiter führen zu können. Bislang gingen Experten von etwa 30.000 neuen russischen Soldaten pro Monat aus. Medwedews Angaben entsprechen etwas mehr als 34.000 Mann unter Waffen. Ziel der Ukraine ist es, jeweils mehr Gegner dauerhaft kampfunfähig zu machen, also zu töten oder schwer zu verletzen. Nach Angaben des Kommandeurs der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, ist dies in den vergangenen Monaten gelungen.