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"Frauen so schlimm wie Männer"Ryanair-Chef fordert Alkoholverbot vor frühmorgendlichen Flügen

06.05.2026, 17:07 Uhr
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Archivbild. (Foto: REUTERS)

Alkoholisierte Reisende werden nach Angaben von Ryanair-Chef Michael O'Leary für Fluggesellschaften zu einem wachsenden Problem.

Er verstehe deshalb nicht, wieso in Flughafenbars schon "um fünf oder sechs Uhr morgens" Alkohol ausgeschenkt werde, sagte er der britischen Zeitung "The Times" vom Mittwoch. Außerhalb der in Großbritannien regulierten Öffnungszeiten für Pubs solle deshalb "an Flughäfen kein Alkohol ausgeschenkt werden", forderte er.

Zudem sprach sich der Chef der irischen Billigfluggesellschaft dafür aus, unabhängig von der Zeit den Alkoholausschank an Flughäfen auf zwei Getränke pro Kopf zu begrenzen, was mithilfe der Bordkarten kontrolliert werden könne. O'Leary zufolge ist Ryanair im Schnitt inzwischen beinahe täglich zu Umleitungen gezwungen, weil betrunkene oder aggressive Passagiere sich daneben benehmen. "Wenn ich zehn Jahre zurückblicke, hatten wir vielleicht eine Flugumleitung pro Woche, jetzt würde ich sagen, dass wir fast eine pro Tag haben", sagte er der "Times".

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen bereits angekündigt, Passagieren bei ungebührlichem Verhalten, das zu einem Ausschluss aus dem Flugzeug führt, eine Geldstrafe von 500 Euro in Rechnung zu stellen. Eine Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP, ab welcher Uhrzeit die Fluggesellschaft selbst den Verkauf von Alkohol an Bord der Flüge beginnt, ließ Ryanair indes zunächst unbeantwortet. "Wir verhalten uns vernünftig und verantwortungsbewusst, aber diejenigen, die nicht verantwortungsbewusst handeln und davon profitieren, sind die Flughäfen", sagte O'Leary der "Times".

Gegenüber der Zeitung erklärte er zudem, dass auch die explosive Mischung aus Alkohol und Drogen - "Leute, die sich Pulver in die Nase schieben" - problematisch sei. Hierbei seien Frauen "genauso schlimm" wie die Männer.

Quelle: ntv.de, AFP

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