Nahost-KonfliktSchottischer Regierungschef wirft Israel Kollektivbestrafung vor

Der schottische Regierungschef Humza Yousaf, dessen Schwiegereltern im Gazastreifen festsitzen, hat die israelische Aufforderung zur Evakuierung des Gebiets scharf kritisiert. "Die internationale Gemeinschaft muss einschreiten und ein Ende der Kollektivstrafen fordern", schrieb Yousaf im Kurznachrichtendienst X.
Yousaf lud einen Clip seiner Schwiegermutter aus dem Ort Deir Al-Balah hoch. "Jeder aus Gaza bewegt sich dorthin, wo wir sind", sagte Elizabeth El-Nakla in dem Video. "Eine Million Menschen, kein Essen, kein Wasser - und trotzdem werden sie beim Verlassen bombardiert."
El-Nakla betonte: "Wo bleibt die Menschlichkeit? Wo sind die Herzen der Menschen auf der Welt, die dies heutzutage zulassen? Möge Gott uns helfen, auf Wiedersehen."
Hingegen signalisierte der britische Verteidigungsminister Grant Shapps Unterstützung für das israelische Vorgehen. Die israelische Warnung an die Zivilbevölkerung stehe in starkem Kontrast zum terroristischen Überfall der islamistischen Hamas auf Südisrael, sagte Shapps dem Sender Sky News. "Sie verfolgen diese Terroristen, und wir respektieren völlig das Recht Israels, dies zu tun."