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Zunehmende BandenkriminalitätSchwedische Polizei fordert Tiktok und Meta zur Entfernung von Anzeigen für kriminelle Dienste auf

21.08.2026, 17:57 Uhr
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(Foto: picture alliance / Peter Weingartner / Weingartner-Foto / picturedesk.com)

Die schwedische Polizei hat die Tech-Giganten Tiktok und Meta zur Löschung von 30 Beiträgen aufgefordert, in denen kriminelle Dienstleistungen gegen Bezahlung angeboten wurden.

Die schwedische Polizei hat die Tech-Giganten Tiktok und Meta zur Löschung von 30 Beiträgen aufgefordert, in denen kriminelle Dienstleistungen gegen Bezahlung angeboten wurden. Mit 29 gingen fast alle Aufforderungen nach Angaben einer Polizeisprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Freitag an Tiktok, eine ging an Meta. Hintergrund ist demnach ein Gesetz, das es den Behörden seit dem 15. Juli erlaubt, Onlinenetzwerke anzuweisen, entsprechende Inhalte innerhalb einer Stunde zu entfernen.

Die Plattformen seien den Aufforderungen nachgekommen, doch die Polizei forderte mehr Sensibilisierung. Zudem sollten die Technologieunternehmen ihre Überwachung und Moderation von Inhalten verstärken.

Kriminelle gehen häufig nach einem bestimmten Muster vor: Die Anzeigen werden zunächst offen in Onlinenetzwerken wie Tiktok, Instagram oder Snapchat geschaltet. Wenn ein junger Mensch auf eine Anzeige reagiert, wird die Unterhaltung anschließend über einen verschlüsselten Messaging-Dienst fortgesetzt.

"Die angebotenen Beträge können zwischen 10.000 Kronen (rund 905 Euro) und mehreren Millionen liegen", je nachdem, um welche Straftat es gehe, erklärte die Polizeisprecherin. "Das sind falsche Versprechungen, mit denen junge Menschen in die Kriminalität gelockt werden sollen. Es kommt äußerst selten vor, dass das Geld tatsächlich gezahlt wird, insbesondere dass die in den Anzeigen angepriesenen, unrealistischen Summen tatsächlich gezahlt werden."

Schweden bemüht sich seit Jahren, die zunehmende Bandenkriminalität einzudämmen. Dabei geht es besonders um Drogenkriminalität.

Schwedische Banden nutzen häufig Onlinenetzwerke und verschlüsselte Apps, um Jugendliche zu rekrutieren. Diese sollen gegen Bezahlung Straftaten begehen, darunter auch Morde - in dem Wissen, dass sie im Falle einer Festnahme keine Haftstrafe zu befürchten haben. Am 13. August hatte das schwedische Parlament beschlossen, das Strafmündigkeitsalter von 15 auf 14 Jahre zu senken. Dies tritt am 10. September in Kraft.

Quelle: ntv.de, AFP

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