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Vereinigte Nationen Seit Jahresbeginn mehr als 530 Menschen durch brutale Bandengewalt auf Haiti getötet

21.03.2023, 12:32 Uhr
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Luftaufnahme des Stadtteils La Saline in Haitis Hauptstadt Port-Au-Prince. Die Menschen in dem Karibikstaat leiden unter einer äußerst schlechten Sicherheits-, Versorgungs- und Gesundheitslage. Banden kämpfen mit brutalen Mitteln um Territorium. (Foto: Fernanda Pesce/AP/dpa)

In Haiti sind nach UN-Angaben seit Jahresbeginn mehr als 530 Menschen durch brutale Bandengewalt getötet worden. Bis Mitte März seien bei "bandenbezogenen Vorfällen insgesamt 531 Menschen getötet, 300 verletzt und 277 wentführt" worden, sagte die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros, Marta Hurtado, am Dienstag in Genf. Das UN-Menschenrechtsbüro sei besorgt, dass die extreme Gewalt auf Haiti außer Kontrolle gerate.

Die Zusammenstöße zwischen kriminellen Banden würden "immer häufiger und immer gewalttätiger", sagte Hurtado. Die Banden versuchten, ihre territoriale Kontrolle über die Hauptstadt Port-au-Prince und andere Regionen auszuweiten. Allein in den ersten beiden Märzwochen seien bei solchen Zusammenstößen 208 Menschen getötet, 164 weitere verletzt und 101 weitere entführt worden.

Die meisten der Vorfälle ereigneten sich demnach in Port-au-Prince. "Die meisten Opfer wurden von Scharfschützen getötet oder verletzt, die Berichten zufolge wahllos auf Menschen in ihren Häusern oder auf der Straße schossen", sagte Hurtado.

Auch hätten Entführungen von Eltern und Schülern in der Nähe von Schulen zugenommen, sodass viele Schulen geschlossen werden mussten. Ohne das schützende schulische Umfeld würden "viele Kinder von bewaffneten Banden zwangsrekrutiert", sagte Hurtado.

Quelle: ntv.de, AFP

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