Krieg in NahostShell bestätigt Schäden an Gasaufbereitung durch iranischen Angriff auf Katar

Beim iranischen Angriff auf Katar ist eine Anlage des Öl- und Gaskonzerns Shell getroffen worden.
Die Gasaufbereitungsanlage "Pearl" wurde bei dem iranischen Angriff auf Ras Laffan am Mittwoch beschädigt, wie Shell mitteilte. Das auf der Anlage befindliche Personal befinde sich in Sicherheit und sei wohlauf.
Infolge des Angriffs brach nach Angaben von Shell ein Brand an dem Standort aus, der inzwischen gelöscht wurde. Die Anlage befinde sich in einem sicheren Zustand. Das Ausmaß des Schadens muss noch ermittelt werden. Einer Mitteilung von Qatar-Energy zufolge gab es erhebliche Schäden. Shell betreibt die Anlage zusammen mit dem staatlich-katarischen Konzern.
Gas-to-Liquid ist ein Verfahren zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe. Dabei wird Gas in hochwertige flüssige Produkte umgewandelt. Täglich werden dort bis zu 1,6 Milliarden Kubikfuß Erdgas umgewandelt in 140.000 Barrel Flüssigprodukte wie Diesel, Kerosin und Basisöle. Die Anlage ist Shell zufolge die größte weltweit. Die Produktion von Flüssiggas (LNG) an dem Standort hatte Shell bereits Anfang März heruntergefahren.
Der Iran hatte in den vergangenen Tagen die Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Region intensiviert. Sie werden als Vergeltung interpretiert, nachdem Israel zuvor das iranische Gasfeld South-Pars angegriffen hatte.