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Erst ab DonnerstagSlowakei: Öl-Lieferung über Druschba-Pipeline verzögert sich weiter

24.02.2026, 16:46 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Wiederaufnahme der russischen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline in die Slowakei verzögert sich erneut.

Die Ukraine habe den Netzbetreiber Transpetrol darüber informiert, dass das Öl erst ab kommendem Donnerstag wieder fließen solle, teilte das slowakische Wirtschaftsministerium mit. Ursprünglich war der Neustart für Mittwoch erwartet worden. Gründe für die Verschiebung seien nicht genannt worden.

Die Lieferungen über die durch die Ukraine laufende Pipeline an die Slowakei und Ungarn waren im vergangenen Monat unterbrochen worden. Die Ukraine macht einen russischen Drohnenangriff für Schäden an der Leitung im Westen des Landes verantwortlich. Die Regierungen in Bratislava und Budapest geben dagegen Kiew die Schuld an dem anhaltenden Ausfall.

Der Streit hatte sich zuletzt zugespitzt. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico kündigte am Montag an, Notstromlieferungen an die Ukraine so lange zu verweigern, bis das Öl wieder fließt. Die Ukraine wies dies als Erpressung zurück. Der Stopp der Notstromlieferungen habe keine Auswirkungen auf das eigene Stromnetz, hieß es aus Kiew.

Zudem habe man alternative Transitrouten vorgeschlagen, um Öl nach Europa zu bringen, während die Reparaturarbeiten an der Pipeline andauerten. Die Slowakei und Ungarn haben den Sachverhalt auch ins Feld geführt, um ihre Blockade eines geplanten EU-Kredits an die Ukraine im Volumen von 90 Milliarden Euro zu begründen.

Quelle: ntv.de, rts

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