Britische Militärbasis getroffenSpanien kündigt nach Drohneneinschlag Entsendung einer Fregatte nach Zypern an

Nach einem Drohneneinschlag auf einer britischen Militärbasis auf Zypern hat Spanien die Entsendung eines Kriegsschiffs in das Gebiet angekündigt.
Spanien werde die Fregatte "Cristóbal Colón" entsenden, um "Schutz und Luftverteidigung" für Zypern zur Verfügung zu stellen und "jegliche Evakuierung von Zivilisten" zu unterstützen, erklärte das Verteidigungsministerium in Madrid am Donnerstag. Demnach befindet sich das Schiff derzeit noch in der Ostsee und soll am 10. März zunächst die griechische Insel Kreta erreichen.
In der Nacht zum Montag war der Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern von einer unbemannten Drohne iranischer Bauart angegriffen worden. Die Drohne war auf der Landebahn des britischen Luftwaffenstützpunkts im Süden Zyperns unweit der bei Touristen beliebten Großstadt Limassol eingeschlagen. Opfer gab es nach Angaben der britischen und zyprischen Behörden nicht, sondern nur leichte Sachschäden.
Zyperns Innenminister Nicholas Ioannides sprach in Brüssel von einem "isolierten Vorfall". Zypern bleibe jedoch "wachsam" und ergreife alle erforderlichen Maßnahmen, sagte Ioannides.
Frankreich, Großbritannien, Italien und Griechenland haben ebenfalls die Entsendung von See- und Luftstreitkräften zur Unterstützung des EU-Mitglieds Zypern angekündigt. Die spanische Fregatte "Cristóbal Colón" soll sich dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" und griechischen Marineschiffen anschließen. Spanien sah sich zuletzt heftiger Kritik aus den USA ausgesetzt, weil Madrid Washington die Nutzung seiner Stützpunkte für Angriffe auf den Iran untersagt.