Leichter Rückgang an ZapfsäulenSpritpreise sinken am Donnerstag nach vorübergehendem Rückgang des Ölpreises wieder leicht

Nach einem vorübergehenden Rückgang des Ölpreises sind die Spritpreise am Donnerstag wieder leicht gesunken.
Um 10.30 Uhr kostete ein Liter Super E10 an deutschen Tankstellen 2,008 Euro, für Diesel zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher 2,129 Euro je Liter, wie der ADAC mitteilte. Demnach lagen die Preise "vormittags jeweils etwa auf den Niveaus des Vortages oder leicht darunter", aber weiterhin "auf extrem hohem Niveau".
Im Tagesdurchschnitt am Mittwoch hatte ein Liter Super E10 2,011 Euro gekostet, ein Liter Diesel 2,134 Euro.
Seit dem Beginn des Iran-Kriegs ist der Rohölpreis in die Höhe geschossen. Grund ist vor allem die Blockade der Straße von Hormus. Die iranischen Revolutionsgarden haben die Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel für gesperrt erklärt. Dort werden normalerweise fast 20 Prozent des weltweiten Rohöls transportiert. Zwischenzeitlich waren die Ölpreise etwas gesunken, nachdem US-Präsident Donald Trump am Montagabend gesagt hatte, der Krieg sei "so gut wie" beendet.
Die hohen Energiepreise hatten Rufe nach Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher ausgelöst. Es mehrten sich auch Vorwürfe, dass die Mineralölkonzerne die Verbraucherpreise zu stark erhöht hätten. Die Bundesregierung reagierte auf die hohen Preise am Mittwoch unter anderem mit der Ankündigung, dass Tankstellenbetreiber künftig nur noch einmal am Tag die Benzinpreise anheben dürfen sollen.
Der ADAC wies auf den Preisanstieg beim Bio-Diesel HVO100. Dessen Ausgangsmaterial sei beispielsweise Altspeiseöle oder auch tierische Fette - trotzdem hätten die Mineralölkonzerne dessen Preis "deutlich von 1,74 Euro vor zwei Wochen auf jetzt 2,18 Euro erhöht". "Für den ADAC zeigt diese Entwicklung, dass die Kraftstoffwirtschaft den Irankrieg auch dafür nutzt, Gewinne zu maximieren", erklärte der Automobilclub.