ADAC meldet AnstiegSpritpreise steigen weiter – Regierung plant keine Entlastung

Bei den Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen hat sich der deutliche Aufwärtstrend nach dem Auslaufen des staatlichen Tankrabatts weiter fortgesetzt.
Wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte, verteuerte sich vor allem Diesel im Vergleich zur Vorwoche stark und legte um fast zehn Cent pro Liter zu. Ungeachtet dessen plant die Bundesregierung nach Angaben von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) derzeit keine neuen Maßnahmen wegen der hohen Spritpreise.
Wie der ADAC ausführte, kostet ein Liter Diesel im bundesweiten Mittel 2,168 Euro, in der vergangenen Woche waren es 9,8 Cent weniger. Der Preis für einen Liter Super E10 stieg demnach um 6,3 Cent und liegt aktuell bei 2,146 Euro.
Hauptauslöser für die "weitere sehr deutliche Verteuerung" ist nach Angaben des Automobilclubs der durch den Iran-Krieg bedingte Anstieg des Rohölpreises. Allerdings ließen sich die aktuellen Kraftstoffpreise "nicht allein durch die Entwicklung von Ölpreis und Wechselkurs" erklären. "Daher sollte das Bundeskartellamt die Marktverhältnisse kritisch überwachen und mögliche Wettbewerbsprobleme gerade im Raffinerie- und Großhandelsbereich aufdecken", forderte der ADAC.
Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich die Spritpreise deutlich aufwärts bewegt, insbesondere wegen der erneuten Eskalation am Persischen Golf. Zudem lief der sogenannte Tankrabatt Ende Juni aus, mit dem die Bundesregierung Anfang Mai die Steuern auf Benzin und Diesel als befristete Maßnahme um insgesamt knapp 17 Cent je Liter gesenkt hatte.
Laut Wirtschaftsministerin Reiche plant die Bundesregierung derzeit keine neuen Maßnahmen. Sie verwies auf die knappe Haushaltslage: "Wir haben mit der Spritpreisbremse ein sehr, sehr teures Instrument eingesetzt. Das hat uns viele Milliarden Euro gekostet", sagte sie den Sendern RTL und ntv. "Diese sind momentan im Bundeshaushalt auch nicht zur Verfügung."