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Aids-DiskriminierungStigmatisierung bremst Kampf gegen Immunschwächekrankheit

26.11.2024, 14:27 Uhr
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UN: Diskriminierung verhindert erfolgreichen Kampf gegen Aids. (Symbolbild) (Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Diskriminierung von Menschen mit Aids oder mit einem erhöhten Risiko einer Ansteckung in manchen Ländern verhindert nach einem UN-Bericht den erfolgreichen Kampf gegen die Immunschwächekrankheit.

In 28 Ländern weltweit steige die Zahl der Ansteckungen, heißt es im Bericht des UN-Programms UNAIDS zum Welt-Aids-Tag (1. Dezember). Zu den Ursachen gehöre, dass Menschen aus Angst vor Stigmatisierung keine ärztliche Hilfe suchten.

Das Risiko einer Ansteckung mit dem HI-Virus, das unbehandelt zur oft tödlichen Krankheit Aids führen kann, ist nach Angaben der deutschen Aidshilfe in bestimmten Gruppen höher. 2021 hätten sich 55.000 der 91.000 Menschen, die sich in Deutschland neu mit HIV infizierten, bei Sex unter Männern angesteckt, 11.000 Menschen bei heterosexuellen Kontakten und 9.000 Menschen durch intravenösen Drogengebrauch.

Nach Angaben von UNAIDS war gleichgeschlechtlicher Sex im Jahr 2023 in 63 Ländern verboten. In diesen Ländern sei die Infektionsrate unter Männern, die Sex mit Männern haben, fünfmal höher als in Ländern, die solche Beziehungen nicht kriminalisieren.

Quelle: ntv.de, dpa

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