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Kubicki gewann Wahl deutlichStrack-Zimmermann über neuen FDP-Vorsitz: "Den Schlagabtausch möchte ich beenden"

02.06.2026, 09:43 Uhr
MUC-MUENCHEN-13-03
(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat den neugewählten Parteivorsitzenden Wolfgang Kubicki zur Zusammenarbeit aufgerufen. 

"Den Schlagabtausch möchte ich beenden. Ich strecke die Hand zur Zusammenarbeit aus. Das habe ich auch direkt gesagt, weil ich so bin", sagte Strack-Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur. Strack-Zimmermann hatte sich auf dem FDP-Parteitag am Wochenende kurzfristig dazu entschieden, gegen Kubicki anzutreten, unterlag dann aber mit rund 39 Prozent gegen 59 Prozent der Delegiertenstimmen. Sie hatte sich darüber empört, dass Kubicki und Martin Hagen - nun Generalsekretär – eine "unsägliche Brandmauerdebatte" führen würden.

"Wir müssen jetzt den Parteitag hinter uns lassen. Das erwartet auch jeder: dass Kubicki und ich vernünftig zusammenarbeiten. Das wird uns auch gelingen", sagte Strack-Zimmermann. "Wichtig ist natürlich, dass die grundsätzliche Ausrichtung des Liberalismus nicht infrage gestellt wird." Sie würde sich im weiteren Kurs der FDP auf einige zentrale Themen konzentrieren, sagte sie. Bildung müsse wieder in den Fokus als Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft. Es müsse auch darum gehen, die Wirtschaft zu entfesseln. 

"Ich glaube, dass wir auch eine Chance hätten, wenn wir uns seriös damit beschäftigen würden, wie wir eigentlich mit Klimapolitik marktwirtschaftlich umgehen wollen", sagte Strack-Zimmermann. "Zwingend" gehörten auch die Bürgerrechte zum Kern der Partei. Auch die Frage der Sicherheit - "wie schützen wir Europa?" – sei ein großes Thema, weil die Menschen die Bedeutung spürten.

Sie machte deutlich, dass sie in der Migrationsdebatte derzeit eher keinen Schwerpunkt der FDP sieht. "Wir brauchen Migration von qualifizierten Fachkräften. Dabei ist klar, dass sich Menschen, die zu uns kommen, an unsere Regeln halten müssen", sagte sie dazu. Es sonst darum, geltendes Recht auch durchzusetzen bis hin zur Ausweisung.

Quelle: ntv.de, dpa

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