Ankunft von Charterflug in JohannesburgSüdafrika wirft Israel "Säuberung" nach Ankunft von über hundert Palästinensern vor

Nach der Ankunft eines Charterflugs mit 153 Palästinensern an Bord in Johannesburg hat die Regierung Südafrikas Israel Pläne zur "Säuberung" vorgeworfen.
Nach der Ankunft eines Charterflugs mit 153 Palästinensern an Bord in Johannesburg hat die Regierung Südafrikas Israel Pläne zur "Säuberung" vorgeworfen. Das Flugzeug aus sei am vergangenen Donnerstag unter "verdächtigen" Umständen in Südafrika gelandet, die auf "eine Agenda zur Säuberung von Palästinensern aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland" hindeuteten, erklärte Außenminister Ronald Lamola am Montag.
In den Reisepässen der Palästinenser habe sich kein Ausreisestempel aus Israel befunden. "Es sieht danach aus, als sei dies Teil eines umfassenderen Programms, um Palästinenser aus Palästina in viele verschiedene Teile der Welt auszuweisen", fügte Lamola hinzu. Es handele sich "eindeutig um eine konzertierten Aktion".
Die Palästinenserinnen und Palästinenser waren nach ihrer Ankunft in Johannesburg zwölf Stunden lang von südafrikanischen Grenzpolizisten im Flugzeug festgehalten worden. Präsident Cyril Ramaphosa bewilligte schließlich die Einreise mit einem 90-Tage-Visum.
Nach Angaben der südafrikanischen Hilfsorganisation Gift of the Givers war bereits am 28. Oktober ein erstes Flugzeug mit 176 Palästinenserinnen und Palästinensern an Bord in Südafrika gelandet. Medienberichten zufolge wurde die Ausreise beider Gruppen von einer undurchsichtigen Organisation namens Al-Madschd organisiert.