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Einigung im BürgerkriegSyrische Regierung und SDF vereinbaren Waffenruhe und schrittweise Eingliederung in den Staat

30.01.2026, 11:26 Uhr
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(Foto: dpa)

Die syrische Regierung und die von den Kurden geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben sich auf eine umfassende Waffenruhe und die schrittweise Eingliederung der kurdischen Militär- und Verwaltungsorgane in den syrischen Staat verständigt.

Dies teilten beide Seiten am Freitag mit. Dem Abkommen gingen erhebliche Geländegewinne der Streitkräfte der Regierung von Präsident Ahmed al-Scharaa voraus. Diese hatten in diesem Monat weite Teile des Nordens und Ostens des Landes von den SDF erobert und die kurdischen Kräfte in eine schrumpfende Enklave zurückgedrängt.

Die Vereinbarung sieht vor, dass sich die an den Frontlinien im Norden des Landes versammelten Kräfte zurückziehen. Zudem sollen Sicherheitskräfte des Innenministeriums in den Zentren der Städte Hasaka und Kamischli im Nordosten stationiert werden, die beide derzeit von den SDF gehalten werden.

Das Abkommen beinhaltet außerdem die Bildung einer Militärdivision, die drei SDF-Brigaden umfassen wird. Zusätzlich soll eine Brigade für die Truppen in der von den SDF kontrollierten Stadt Kobane, auch bekannt als Ain al-Arab, gebildet werden, die dem Gouvernement Aleppo unterstellt wird. "Das Abkommen zielt darauf ab, das syrische Territorium zu einen und eine vollständige Integration in der Region zu erreichen", hieß es in der von den SDF veröffentlichten Vereinbarung. Ein hochrangiger Vertreter der syrischen Regierung sagte der Nachrichtenagentur Reuters, das Abkommen sei endgültig und am späten Donnerstagabend getroffen worden. Die Umsetzung solle sofort beginnen.

Quelle: ntv.de, rts

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