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Kreuzfahrten wieder möglichTUI-Schiffe starten trotz Iran-Kriegs ab Mitte Mai wieder

22.04.2026, 15:13 Uhr
Die-urspruenglich-abgesagten-Reisen-der-Mein-Schiff-4-ab-dem-17-Mai-2026-ab-Triest-sowie-der-Mein-Schiff-5-ab-dem-15-Mai-2026-ab-Heraklion-koennen-nun-doch-wie-geplant-stattfinden
(Foto: picture alliance/dpa)

Die beiden TUI-Kreuzfahrtschiffe "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5", die wegen des Iran-Kriegs wochenlang in Abu Dhabi beziehungsweise Doha festsaßen, können ab Mitte Mai ihre geplanten Routen zur Sommersaison im Mittelmeer fahren.

Beide Schiffe konnten am Sonntag während einer Unterbrechung der Kampfhandlungen den Persischen Golf sicher verlassen, wie der Tourismuskonzern am Mittwoch mitteilte. Sie passierten die Straße von Hormus.

Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mussten die beiden Kreuzfahrtschiffe am Golf bleiben. TUI ließ rund 5000 Passagiere ausfliegen. Der Konzern musste sämtliche Reisen auf beiden Schiffen bis Mitte Mai absagen.

Die Belastungen infolge des Iran-Kriegs bezifferte TUI auf rund 40 Millionen Euro im März - etwa für die "Rückführungsmaßnahmen". Für das Geschäftsquartal von Januar bis März erwartet der Konzern dennoch einen Anstieg seines um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinns um fünf bis 25 Millionen Euro im Vorquartalsvergleich. In dem für Reisekonzerne traditionell schwachen Quartal hatte TUI 2025 ein Minus von 207 Millionen Euro ausgewiesen.

Die geopolitische Lage habe zu einer "teilweisen Verschiebung der Kundennachfrage vom östlichen in den westlichen Mittelmeerraum geführt", erklärte TUI. Die Buchungen etwa für die Türkei, Zypern und Ägypten gingen zurück. Zugleich zeigten die Kunden wegen des Iran-Kriegs eine "erhöhte Zurückhaltung" und buchten kurzfristiger.

"Vor diesem Hintergrund" hat TUI nach eigenen Angaben den Ehrgeiz, im Geschäftsjahr 2026 auf einen bereinigten Betriebsgewinn "annähernd" auf Vorjahresniveau zu kommen - er lag bei 1,4 Milliarden Euro. Die Umsatzprognose für 2026 setzte der Konzern vorsichtshalber aus, "bis sich die Rahmenbedingungen stabilisieren". Bislang war TUI von 24,2 Milliarden Euro ausgegangen.

Quelle: ntv.de, AFP

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