An Großbritannien und Frankreich gerichtetTeheran droht mit "entschiedener Antwort" bei Aktivierung von Kriegsschiffen in der Straße von Hormus

Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden.
Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden. "Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen", erklärte Vize-Außenminister Kasem Charibabadi am Sonntag im Onlinedienst X.
Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte unterdessen, seine Regierung habe "nie" einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormus geplant, sondern eine "mit dem Iran abgestimmte" Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge. Gemeinsam mit Großbritannien habe Frankreich 50 Länder und internationale Organisationen zusammengeholt, um in Abstimmung mit Teheran die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs abzusichern, "sobald die Umstände dies zulassen", sagte Macron bei einem Besuch in Nairobi.
Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" hatte vor wenigen Tagen den Suez-Kanal passiert, um sich für einem möglichen Einsatz zur Absicherung der Straße von Hormus in Stellung zu bringen.
Auf dem Flugzeugträger befinden sich etwa 20 Kampfjets vom Typ Rafale, er wird zudem von mehreren Fregatten begleitet. Macron und der britische Regierungschef Keir Starmer setzen sich seit längerem für eine internationale Mission zur Absicherung der Schifffahrt durch die Meerenge zwischen dem Iran und Oman ein. Die Bundeswehr will sich unter anderem mit einem Minenjagdboot beteiligen. Der Einsatz soll erst nach einem Ende der Kampfhandlungen beginnen.
Die Straße von Hormus ist seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von den iranischen Revolutionsgarden weitgehend gesperrt. In der Folge waren die Energiepreise weltweit in die Höhe geschossen. Die US-Armee wiederum blockiert die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße.
Frankreich lehne weiterhin jegliche Blockade der Straße von Hormus ab, "egal, von wem sie kommt", betonte Macron am Sonntag. Auch Mautforderungen dürfe es nicht geben, die freie Schifffahrt müsse gewährt bleiben.