179.000 neue ArbeitsplätzeTrotz Iran-Krieg: Doppelt so viele Jobs auf dem US-Arbeitsmarkt wie erwartet

Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg doppelt so viele Jobs entstanden wie erwartet.
Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg doppelt so viele Jobs entstanden wie erwartet. Unter dem Strich wurden 172.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie aus dem am Freitag vorgelegten Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg um 85.000 erwartet. Zudem waren im April sogar 179.000 Arbeitsplätze hinzugekommen und nicht - wie ursprünglich gemeldet - nur 115.000. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3 Prozent.
Ökonomen zufolge dürfte der seit dem 28. Februar währende Krieg der USA und von Israel gegen den Iran viele Unternehmen verunsichern, was bislang aber noch nicht groß auf den Arbeitsmarkt ausgestrahlt hat. Sie sehen ihn derzeit in einer Phase, die als "Slow Hire, Slow Fire" bezeichnet wird.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins jüngst in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten. Angesichts der Folgen des Iran-Kriegs auf die Wirtschaft und insbesondere auf die Energiepreise gilt eine baldige Zinssenkung als sehr unwahrscheinlich.