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Größter Rivale ErdogansTürkei: Inhaftierter Istanbuler Bürgermeister Imamoglu wechselt zu neuer Oppositionspartei

13.08.2026, 08:43 Uhr
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Ekrem Imamoglu gilt als Hoffnungsträger der türkischen Opposition. (Archivbild) (Foto: Emrah Gurel/AP/dpa)

Der inhaftierte Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu schließt sich der neu gegründeten "Neuen Partei" an.

Das gab der schärfste politische Rivale von Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch bekannt. Er trete nach 17 Jahren aus der Republikanischen Volkspartei (CHP) aus, erklärte Imamoglu auf der Kurznachrichtenplattform X. "Heute eröffnen wir einen NEUEN Weg, um eine stärkere, demokratischere und hoffnungsvollere Zukunft für die Türkei aufzubauen." Im Juli hatten Oppositionsführer Özgür Özel und 90 weitere Abgeordnete die Neue Partei gegründet, nachdem ein Gericht Özel als CHP-Vorsitzenden abgesetzt hatte.

Imamoglu sitzt seit mehr als einem Jahr wegen Korruptionsvorwürfen, die er zurückweist, in Untersuchungshaft. Wenige Tage nach seiner Festnahme im März 2025 war er zum Präsidentschaftskandidaten der CHP gewählt worden. Die Neue Partei ist bereits die zweitgrößte Kraft im Parlament und dürfte die meisten CHP-Wähler anziehen. Die Zersplitterung der Opposition könnte jedoch Erdogans Chancen erhöhen, seine 23-jährige Herrschaft bei den für 2028 geplanten Wahlen zu verlängern.

Opposition und Menschenrechtsgruppen kritisieren die Inhaftierung hunderter CHP-Mitglieder seit 2024 als politisch motiviert. Die Regierung weist dies zurück und betont die Unabhängigkeit der Justiz.

Quelle: ntv.de, rts

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